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Finanzielle Unterstützung
Viele an Schizophrenie Erkrankte müssen zumindest zeitweise finanzielle Unterstützung in Anspruch nehmen. Das System dieser Leistungen kann verwirrend sein. Sie müssen prüfen, ob Sie alle Zahlungen erhalten, die Sie beanspruchen können. Es gibt eine Reihe von Stellen, wo Sie sich über die verschiedenen Leistungen informieren und beraten lassen können. Dazu gehören Ihr Sozialarbeiter, kommunale Beratungsstellen sowie Hilfeeinrichtungen gemeinnütziger Organisationen zur Unterstützung von Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen.
Wenn Sie zu krank sind, um sich selbst mit dieser Frage zu befassen, bitten Sie jemanden aus Ihrem Freundeskreis oder Ihrer Familie, das für Sie zu tun. Der- oder diejenige kann die notwendigen Formulare für Sie ausfüllen, die Zahlungen entgegennehmen und den zuständigen Stellen Mitteilung über eventuelle Veränderungen Ihrer Situation machen, z. B. wenn Sie ins Krankenhaus müssen oder umziehen. Besprechen Sie mit den Mitarbeitern der zuständigen Einrichtungen, wie das funktioniert.
So beantragen Sie finanzielle Leistungen
Sie sollten so bald wie möglich einen Beratungstermin bei der entsprechenden Stelle vereinbaren. Beispielsweise besteht der Anspruch auf Sozialhilfe erst ab dem Tag, an dem das Sozialamt von Ihrer Notlage erfährt. Also: Zeit ist Geld! Aber auch die oftmals langwierigen Genehmigungsprozesse müssen bedacht werden. Wenn Sie bereits beim ersten Besuch alle notwendigen Unterlagen (z. B. Ausweispapiere, Mietvertrag, Lohnsteuerkarte, Sparbücher, ärztliche Atteste) für eine Antragstellung mitbringen, können Sie selbst mithelfen, Zeit einzusparen. Die Liste der notwendigen Unterlagen kann telefonisch bei der jeweiligen Stelle erfragt werden.
Übrigens: Falls Sie nicht alleine zu einem Termin hingehen möchten, können Sie jemanden als Begleitung (z. B. Ehepartner, Freund/Freundin) mitnehmen.
Weitere praktische Tipps
- Wenn Ihr Antrag auf eine bestimmte staatliche Leistung abgelehnt wurde, können Sie Widerspruch dagegen einlegen.
- Wenn Sie bestimmte staatliche Leistungen beantragen, müssen Sie umfangreiche Formulare ausfüllen und sehr detaillierte Angaben über Ihre Krankheit machen. Es ist wichtig, dass Sie möglichst vollständige Angaben machen. Jemand, der weiß, welche Hilfe Sie benötigen, kann einen Brief zur Unterstützung Ihres Antrags schreiben – das kann Ihr Partner, ein Familienangehöriger, eine Pflegeperson oder ein Mitglied Ihres Behandlungsteams sein. Sprechen Sie mit Ihrem Behandlungsteam bzw. Ihrem dortigen Hauptansprechpartner, wenn Sie Hilfe bei der Beantragung von Sozialleistungen brauchen.
- Wenn Sie eine Arbeit aufnehmen, hat das Auswirkungen auf Ihre Unterstützungszahlungen. Sie müssen das Sozialamt und das Arbeitsamt darüber informieren, dass Sie eine Arbeitsstelle antreten und wie viel Sie dort verdienen werden. Am besten lassen Sie sich vorher beraten, damit Sie zwischen den Vorteilen und Nachteilen der Arbeitsaufnahme abwägen können, bevor Sie zu arbeiten beginnen.
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